Teamwerte: Was ein Team wirklich zusammenhält, wenn der Kickoff vorbei ist
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Kurz zusammengefasst: Teamwerte sind die konkreten Verhaltensprinzipien eines einzelnen Teams – nicht die allgemeinen Unternehmenswerte, sondern das, was dieses eine Team im Alltag tatsächlich von anderen Teams unterscheidet. Die Common-Bond/Common-Identity-Theorie erklärt, warum ein geteiltes, greifbares Symbol diese Werte stärker verankert als eine gemeinsam erarbeitete Wortliste allein. Giftar bietet dafür individualisierbare Event-Kits, mit denen Teams ihre Werte schon beim Kickoff sichtbar machen.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Teamwerte?
- Die gängige Fehlannahme: Wortliste statt Erlebnis
- Der Mechanismus: die Common-Identity-Theorie
- Teamwerte verankern: drei Bausteine
- Was passiert ohne sichtbare Teamwerte?
- Passendes Giftar-Produkt
- FAQ
Was sind Teamwerte?
Teamwerte sind mehr als eine Wortliste, die einmal im Kickoff-Workshop erarbeitet und danach in einer Slide begraben wird: gelebt werden sie zum stillen Maßstab, an dem ein Team seine eigenen Entscheidungen im Alltag tatsächlich misst. Gemeint sind die konkreten Verhaltensprinzipien eines einzelnen Teams – nicht die übergeordneten Unternehmenswerte, sondern das, was dieses eine Team von anderen Teams im selben Unternehmen unterscheidbar macht: wie es mit Deadlines umgeht, wie offen Feedback gegeben wird, welche Arbeitsweise als „typisch für uns“ gilt. Für Agenturen mit mehreren parallel arbeitenden, oft projektbezogen zusammengesetzten Teams ist das relevant, weil Unternehmenswerte allein selten konkret genug sind, um den Arbeitsalltag eines einzelnen Kreativ- oder Projektteams tatsächlich zu prägen.
Die gängige Fehlannahme: Wortliste statt Erlebnis
Der schlampige Standardansatz: In einem Kickoff-Workshop drei bis fünf Adjektive sammeln – „ehrlich“, „mutig“, „nah am Kunden“ –, auf ein Whiteboard schreiben, fotografieren, in die Team-Wiki-Seite kopieren. Damit gilt das Thema als erledigt. Das Problem: Eine Wortliste ohne wiederkehrenden Bezugspunkt verblasst binnen weniger Wochen aus dem Arbeitsalltag, unabhängig davon, wie treffend die Adjektive ursprünglich gewählt waren. Der bessere Ansatz übersetzt die erarbeiteten Werte in ein greifbares, gemeinsames Element, das über den Workshop-Tag hinaus im Team präsent bleibt. Nicht nur die richtige Formulierung zählt, sondern das, was danach im Teamalltag tatsächlich noch sichtbar ist.
Der Mechanismus: die Common-Identity-Theorie
Die Sozialpsychologen Deborah Prentice, Dale Miller und Jenifer Lightdale unterscheiden mit ihrem Common-Bond/Common-Identity-Modell zwei Arten, wie Zugehörigkeit zu einer Gruppe entsteht: über persönliche Bindungen zu einzelnen Mitgliedern (Common Bond) oder über die Bindung an die Gruppe als Ganzes und das, wofür sie steht (Common Identity). Bei häufig wechselnder Teambesetzung – wie in Agenturen mit projektbasierter Teamzusammensetzung typisch – trägt die Common-Bond-Bindung an einzelne Personen weniger weit, weil sich die Zusammensetzung laufend ändert. Common Identity dagegen bleibt stabil, solange sie an etwas Konkretes, Wiedererkennbares gebunden ist – ein geteiltes Symbol wirkt hier stärker als individuelle Beziehungen allein.
Ein Team, das sich nur über einzelne Personen zusammenhält, verliert sich selbst bei jedem Wechsel – ein Team, das sich über geteilte Werte definiert, bleibt auch dann bestehen.
Teamwerte verankern: drei Bausteine
- Reduktion auf das Wesentliche. Ein bis zwei Werte, die im Alltag tatsächlich beobachtbar sind, wirken stärker als eine lange Liste abstrakter Adjektive, die niemand mehr auswendig kennt.
- Physischer Anker beim Kickoff. Ein gemeinsames Objekt, das alle Teammitglieder beim Kickoff erhalten, macht aus der abstrakten Werte-Diskussion einen konkreten, gemeinsam erlebten Moment.
- Wiederkehrende Sichtbarkeit statt Einmal-Workshop. Ein Element, das im Arbeitsalltag sichtbar bleibt – auf dem Schreibtisch, am Laptop, im Meetingraum –, erinnert wiederholt an die vereinbarten Werte, ohne dass jemand aktiv daran erinnern muss.
Was passiert ohne sichtbare Teamwerte?
Ohne physisch verankerte Teamwerte bleibt der Kickoff-Workshop eine einmalige, folgenlose Übung – gut gemeint, aber ohne Wirkung auf den Arbeitsalltag. Für Agenturen mit häufig wechselnden Projektteams verschärft das ein bestehendes Problem: Ohne stabilen, wiedererkennbaren Bezugspunkt zerfällt die Teamidentität bei jedem personellen Wechsel neu, und neue Teammitglieder haben keinen schnellen Zugang zu dem, was „dieses Team“ tatsächlich ausmacht.
Passendes Giftar-Produkt
Für den physischen Anker beim Team-Kickoff eignet sich aus dem Giftar-Sortiment ein individualisierbares Event-Kit aus der Kollektion Pakete nach individuellem Anlass: eine Kombination aus Textilien und Trinkflaschen, in den Stufen BASIC/PLUS/PREMIUM gestaltbar und mit einem kurzen, gemeinsam erarbeiteten Werte-Statement versehbar. Die grundsätzliche Argumentation, wie Merchandise Identität sichtbar macht, führt die Seite Corporate Identity Merch von Giftar weiter aus; wie physische Produkte Teamzugehörigkeit zusätzlich stärken, zeigt Team Benefits & Corporate Merchandise.
Wie sich Teamzugehörigkeit neben gelebten Werten auch visuell sichtbar machen lässt, zeigt der bestehende Artikel Team Branding bei Betriebszugehörigkeit – beide Themen ergänzen sich als zwei Seiten derselben Team-Identität: das eine sichtbar-visuell (Branding), das andere gelebt-inhaltlich (Werte).
FAQ
Sind Teamwerte dasselbe wie Unternehmenswerte?
Nein. Unternehmenswerte gelten für die gesamte Organisation, Teamwerte sind die konkretere, oft informellere Ausprägung davon innerhalb eines einzelnen Teams – sie können die Unternehmenswerte ergänzen, ohne identisch mit ihnen zu sein.
Wie viele Teamwerte sollte ein Team maximal festlegen?
Zwei bis drei sind in der Praxis deutlich wirksamer als fünf oder mehr – je länger die Liste, desto weniger bleibt im Alltag tatsächlich präsent und beobachtbar.
Müssen Teamwerte bei jedem neuen Projektteam neu erarbeitet werden?
Nicht zwingend von Grund auf – bei stabilen Kernteams reicht oft eine gelegentliche Auffrischung; bei komplett neu zusammengesetzten Projektteams lohnt sich dagegen ein kurzer, bewusster Kickoff-Moment dafür.
















