Unternehmenswerte kommunizieren: Warum Beispiele mehr überzeugen als Adjektive
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Kurz zusammengefasst: Unternehmenswerte lassen sich über abstrakte Adjektive wie „ehrlich“ oder „innovativ“ kaum vermitteln — konkrete, nacherzählbare Beispiele machen sie fassbar. Die Construal-Level-Theorie erklärt, warum ein konkretes Beispiel psychologisch näher und damit handlungsleitender wirkt als eine abstrakte Wertformulierung. Giftar bietet dafür individualisierbare Culture-Packs, mit denen Agenturen ihre Werte schon beim Onboarding an einem konkreten, greifbaren Beispiel festmachen statt sie nur zu behaupten.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet es, Unternehmenswerte durch Beispiele zu kommunizieren?
- Die gängige Fehlannahme: Adjektivliste statt Geschichte
- Der Mechanismus: die Construal-Level-Theorie
- Unternehmenswerte durch Beispiele kommunizieren: drei Bausteine
- Was passiert ohne konkrete Beispiele?
- Passendes Giftar-Produkt
- FAQ
Was bedeutet es, Unternehmenswerte durch Beispiele zu kommunizieren?
Unternehmenswerte durch Beispiele zu kommunizieren ist mehr als eine weitere Formulierung im Leitbild: richtig gemacht wird aus einem abstrakten Adjektiv eine nachvollziehbare Situation, an die sich Mitarbeitende tatsächlich erinnern. Gemeint ist die bewusste Entscheidung, Unternehmenswerte nicht als isolierte Begriffe — „Integrität“, „Innovation“, „Teamgeist“ — zu kommunizieren, sondern als konkrete Momente, in denen sich dieser Wert im Unternehmensalltag bereits gezeigt hat. Für Agenturen, deren Werteversprechen im Wettbewerb um Talente und Kunden oft austauschbar klingt, ist das ein direkter Hebel: Ein konkretes Beispiel unterscheidet eine Agentur von der nächsten, ein Adjektiv wie „kreativ“ behauptet dagegen fast jede.
Die gängige Fehlannahme: Adjektivliste statt Geschichte
Der schlampige Standardansatz: Werte in einem Workshop auf drei bis fünf Adjektive verdichten, ins Leitbild schreiben, in der Bewerbungsunterlage und auf der Karriereseite wiederholen. Das Problem: Adjektive wie „ehrlich“ oder „innovativ“ sind so abstrakt, dass sie ohne Kontext praktisch nichts aussagen — jedes Unternehmen könnte dieselben Wörter verwenden, ohne dass sich dahinter etwas Konkretes verbirgt. Der bessere Ansatz ergänzt jedes Adjektiv um eine tatsächlich passierte Situation, in der sich der Wert gezeigt hat. Nicht nur die Wahl der richtigen Worte zählt, sondern die konkrete Geschichte, die dahintersteckt.
Der Mechanismus: die Construal-Level-Theorie
Die Psychologen Yaacov Trope und Nira Liberman beschreiben mit der Construal-Level-Theorie, dass Menschen Aussagen und Ereignisse auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen verarbeiten: abstrakte, „psychologisch distante“ Aussagen wirken vage und wenig handlungsleitend, während konkrete, „psychologisch nahe“ Beispiele unmittelbar verständlich sind und deutlich leichter erinnert werden. Ein abstraktes Werte-Adjektiv wie „Teamgeist“ bleibt auf hoher Konstruktionsebene und damit blass; ein konkretes Beispiel — etwa, wie ein Team unter Zeitdruck spontan ausgeholfen hat — wird auf niedriger, greifbarer Ebene verarbeitet und bleibt entsprechend besser haften.
Ein Wert, der nur als Adjektiv existiert, bleibt abstrakt — ein Wert, der als konkrete Geschichte erzählt wird, wird erinnert.
Unternehmenswerte durch Beispiele kommunizieren: drei Bausteine
- Ein Beispiel pro Wert statt einer Adjektivliste. Ein einzelnes, konkretes Beispiel pro Wert wirkt stärker als fünf Adjektive ohne Kontext — Reduktion schlägt Vollständigkeit.
- Reale statt konstruierte Situationen. Ein tatsächlich passiertes, im Team bekanntes Ereignis überzeugt glaubwürdiger als eine nachträglich erfundene Beispielgeschichte, die niemand im Unternehmen wiedererkennt.
- Wiederholung im Onboarding-Gespräch. Ein Beispiel, das im Onboarding-Gespräch aktiv erzählt und nicht nur schriftlich mitgegeben wird, verankert sich deutlich stärker als derselbe Satz im PDF.
Was passiert ohne konkrete Beispiele?
Ohne konkrete Beispiele bleiben Unternehmenswerte eine Liste austauschbarer Adjektive, die neue Mitarbeitende bestenfalls überfliegen und selten mit dem tatsächlichen Arbeitsalltag verknüpfen. Für Agenturen, die im Wettbewerb um Talente und Kunden ohnehin mit ähnlich klingenden Werteversprechen konkurrieren, verschärft das ein bestehendes Problem: Ohne ein konkretes, erinnerbares Beispiel unterscheidet sich das eigene Werteversprechen im Kopf der Bewerbenden kaum von dem der nächsten Agentur — die Chance, sich über gelebte Werte tatsächlich abzuheben, bleibt ungenutzt.
Passendes Giftar-Produkt
Für die konkrete Vermittlung von Unternehmenswerten im Onboarding eignet sich aus dem Giftar-Sortiment das Culture-Pack: eine Kombination aus Textilien, Büroausstattung und Deko-Elementen, in den Stufen BASIC/PLUS/PREMIUM individualisierbar und mit einem kurzen, konkreten Beispiel statt einer bloßen Werte-Formel versehbar. Das Culture-Pack ist Teil der Culture-Packs-Kollektion. Die grundsätzliche Argumentation, wie Merchandise Unternehmenskultur sichtbar macht, führt die Seite Corporate Identity Merch von Giftar weiter aus.
Wie sich Werte auf Team-Ebene zusätzlich sichtbar machen lassen, zeigt der bestehende Artikel Teamwerte bei Events & Konferenzen — dort geht es um explizit formulierte Verhaltensprinzipien eines Teams, hier um die Methode, mit der Werte überhaupt erst überzeugend vermittelt werden. Wie gelebte Wertschätzung als eigene Facette der Unternehmenskultur wirkt, behandelt Wertschätzende Unternehmenskultur bei Betriebszugehörigkeit. Wie sich Teamzugehörigkeit visuell statt inhaltlich sichtbar machen lässt, zeigt außerdem Team Branding bei Betriebszugehörigkeit.
FAQ
Reicht ein einzelnes Beispiel, um einen Unternehmenswert glaubwürdig zu vermitteln?
Oft ja — laut Construal-Level-Theorie zählt weniger die Menge als die Konkretheit. Ein einziges, tatsächlich passiertes Beispiel pro Wert wirkt überzeugender als mehrere abstrakte Formulierungen.
Sollten Beispiele für Unternehmenswerte schriftlich oder mündlich vermittelt werden?
Beides ergänzt sich, aber die mündliche Erzählung im persönlichen Onboarding-Gespräch wirkt erfahrungsgemäß stärker als derselbe Text in einem PDF, da sie unmittelbarer und persönlicher ankommt.
Wie findet man gute, konkrete Beispiele für die eigenen Unternehmenswerte?
Am zuverlässigsten durch Rückfrage im bestehenden Team: Situationen, an die sich mehrere Personen unabhängig voneinander erinnern, sind meist aussagekräftiger als am Schreibtisch konstruierte Szenarien.
















